Der Verein Historische Eisenbahn Hunsrück e.V. wurde im Sommer 2012 gegründet, ist beim Registergericht Bad Kreuznach eingetragen und als gemeinnützig anerkannt.

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Vereinsheim Morbach


Vereinszweck laut Satzung

Der Verein Historische Eisenbahn Hunsrück e.V. bezweckt die Förderung der Heimatkunde und Denkmalpflege im Bezug auf Zeugnisse der Eisenbahngeschichte. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch den Erhalt von Zeugnissen der Eisenbahngeschichte im Hunsrück, Herrichtung von historischem Eisenbahnmaterial, sowie Bewahrung und Pflege von historischen Eisenbahneinrichtungen.
Ziel ist der Einsatz entsprechender Exponate im Sinne eines lebendigen Museums.


Projekt Hunsrückbahn

Der Verein arbeitet darauf hin, im Hunsrück als Ergänzung zum touristischen Angebot einen musealen Eisenbahnverkehr zu etablieren. Durch die Gründung eines Nationalparks in der Hunsrück-Hochwaldregion ergeben sich auch für die Hunsrückbahn neue Perspektiven.

Wie der Nationalpark ist die Bahnstrecke länderübergreifend. Sie führt von Langenlonsheim bei Bingen am Rhein über Simmern, den Flughafen Hahn, Morbach, Thalfang und Hermeskeil bis nach Türkismühle im Saarland. Das Teilstück Langenlonsheim – Flughafen Hahn soll für den ÖPNV reaktiviert werden. Die Zukunft der Reststrecke ist ungewiss.

Die Streckenkarte der Hunsrück- und Hochwaldbahn verdeutlicht die günstige Lage zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Die Streckenkarte der Hunsrück- und Hochwaldbahn verdeutlicht die günstige Lage zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Natürlich ist die Inbetriebnahme der durchgehenden Verbindung Türkismühle – Büchenbeuren -(Hahn) eine Mammutaufgabe, die nicht von einem Verein alleine umgesetzt werden kann. Hierzu braucht es eine breite öffentliche Unterstützung und eindeutige politische Bekenntnisse. So gerne wir als Verein die Gesamtstrecke erhalten möchten und uns natürlich auch dafür einsetzen, muss man doch feststellen, dass ehrenamtlich allenfalls ein Bruchteil dieser Strecke betrieben werden kann.

Bewertet man Streckenzustand, Lage zum Nationalpark und Attraktivität der Haltestellen, kommen wir zu dem Schluss, dass kurzfristig die Aufnahme des Betriebes auf dem Streckenabschnitt Morbach – Thalfang am vielversprechendsden ist. Nicht weit von dem Haltepunkt Deuselbach liegen Hunsrückhaus und Erbeskopf. Es ergeben sich also hervorragende Anknüpfpunkte zum Nationalpark. Die eindrucksvolle Strecke mit zwei Viadukten (darunter das höchste eingeschossige Eisenbahnviadukt Westdeutschlands) und einem Tunnel führt inmitten durch die nationalparktypische Landschaft.

Bildergallerie: Strecke Morbach – Thalfang

Morbach könnte über den Bahnanschluss indirekt doch Eingangstor zum Nationalpark werden, ohne dass die Holzindustrie den Park direkt vor der Haustüre hat. Auch Thalfang bietet als Endhaltepunkt genügend Infrastruktur und Attraktivität.

Ein vorzugsweise dampfbespannter Zug im Pendelverkehr auf dieser Strecke ist ein Baustein in der touristischen Erschließung des Nationalparks, der Besuchern einen hohen Erlebniswert bietet und im Gedächtnis bleibt. Unser Verein verfügt über zwei baugleiche Dampflokomotiven, von denen zumindeste eine auf lange Sicht betriebsfähig aufgearbeitet werden soll. Erste Personenwagen sind von Seiten unseres Vereins ebenfalls vorhanden.

Ein Erfolg dieses Projektes, an dem wir nicht zweifeln, ermöglicht in Zukunft die Ausweitung der Verkehre Richtung Flughafen Hahn (sofern hier irgendwann tatsächlich die versprochene Reaktivierung im planmäßigen Nahverkehr erfolgt) bzw. Richtung Hermeskeil oder gar Türkismühle.

Inzwischen wurde zusammen mit dem Verein Pro Hochwald- und Hunsrückbahn eine IG Nationalparkbahn gegründet. Auf der Homepage ig-nationalparkbahn.de wird die Idee der Nationalparkbahn ausführlich vorgestellt.


Fördergelder für das Projekt vorhanden

Die Landesregierung RLP hat vor kurzem einen Fördertopf mit insgesamt 23 Millionen € zur Sicherung der Infrastruktur touristischer Eisenbahnverkehre verabschiedet.

Die Voraussetzungen für eine Betriebsaufnahme sind also eigentlich ideal. Leider profitieren aus dem Fördertopf des Landes bisher nur Strecken in der Eifel, im Westerwald und im südlichen RLP. Hier muss starker politischer Druck zustande kommen, damit auch die Hunsrückregion von diesen Geldern profitieren kann.

Es darf nicht sein, dass der Hunsrück hier wieder einmal abgehängt wird!


Die Vereinsarbeit

Es sind also derzeit zwei Hauptaufgaben, die die Arbeit in unserem Verein prägen:

Zum einen ist da die eher theoretische „Lobbyarbeit“. Die nötige Unterstützung zur Umsetzung einer Streckenreaktivierung muss aufgebaut werden.

Zum anderen arbeiten wir praktisch daran, in Morbach eine Infrastruktur zu schaffen, die es ermöglicht, von hier aus in Zukunft Dampfzüge einsetzen zu können!


Wir brauchen Unterstützung!

Zur Umsetzung unserer Ziele ist natürlich jede Art der Unterstützung höchst willkommen. Wer die Arbeiten aktiv unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen einfach mal bei unseren Arbeitseinsätzen vorbeizuschauen. Auch eine passive Unterstützung durch Spenden jeder Art ist selbstverständlich gerne genommen.

Mehr Infos auf der Seite Vereinsarbeit unterstützen.


Wir freuen uns über jedes neue Gesicht zur Verstärkung unseres Teams!

Stützpunkt Morbach am 24.10.2015

Stützpunkt Morbach am 24.10.2015: Gerade werden die Bergungsarbeiten der Rottenbude abgeschlossen.