Dampflok 52 8147-2

52 8747 am 28.08.1981 in Holdensleben © Mike Pringle

52 8747 am 28.08.1981 in Holdensleben © Mike Pringle

Die Maschine wurde im Jahre 1944 unter der Fabriknummer 27826 bei Henschel und Sohn in Kassel als 52 2648 gebaut. Nach dem Krieg verblieb sie im Osten und wurde im Jahre 1965 rekonstruiert. Fortan mit ihrer neuen Nummer 52 8147 ( ab 1970 EDV-gerecht 52 8147-2 ) unterwegs, war sie u.a. in den Bahnbetriebswerken Falkenberg, Brandenburg und Leipzig- Engelsdorf beheimatet, bis sie schließlich Anfang des Jahres 1981 ihre letzte Heimat Haldensleben erreichte. Dort wurde die Maschine bis 1988 im regulären Zugdienst eingesetzt. Mitte April trat sie dort als letzte betriebsfähige Dampflokomotive ihren letzten Dienst an und beendete so die Dampflokzeit im Bw Haldensleben. Die Ausmusterung erfolgte am 10.09.93.

Anschließend wurde sie vor einem Hotel in Quedlinburg als Denkmal aufgestellt. Ein Verkauf dieses Hotels brachte auch eine Veräußerung der Maschine mit sich, da der neue Eigentümer sich nicht für sie interessierte. Nachdem ein Privatmann aus dem Saarland eine erhebliche Summe investierte, konnte die Lokomotive im Jahre 2006 in einer spektakulären Aktion vor der drohenden Verschrottung gerettet werden. Da sich bisherige Aufarbeitungsvorhaben aus unterschiedlichen Gründen zerschlugen, konnte nun ein Dauerleihvertrag zwischen dem Besitzer und der Historischen Eisenbahn Hunsrück e.V. abgeschlossen werden.

Dass eine Maschine der Baureihe 52.80 nie im Hunsrück Dienst tat, ist uns natürlich bekannt. Wohl aber Altbau 52-er, aus denen diese ja hervorgingen. Dass die Wahl auf eine solche fiel, ist auch eher in der Möglichkeit begründet, diese einigermaßen wirtschaftlich betreiben zu können.

Die Lokomotive ist knapp 23 Meter lang, rund 135 Tonnen schwer und leistet 1470 Kw. Sie kann sowohl vorwärts, als auch rückwärts 80 km/h schnell fahren. Ihr Tender fasst 30.000 Liter Wasser und 10 Tonnen Kohle (Mehr Infos zur Baureihe 52.80 z.B. auf wikipedia.de).

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Dampflok 52 8039-1

Dampflok 52 8039-1

Dampflok 52 8039-1 bei der Überführung aus Schwarzerden am 03.07.2016 in Ottweiler. Da gerade Zugfahrzeuge getauscht werden, steht die Lok mit zwei bis hierher als Bremswagen fungierenden Umbauwagen alleine am Bahnsteig.

Die Maschine wurde im Jahre 1944 unter der Fabriknummer 27952 bei Henschel und Sohn in Kassel gebaut. Im selben Jahr erfolgte die Auslieferung an die DRB – Deutsche Reichsbahn als 52 2720. Vom 03.12.1961 bis 10.01.1962 wurde die Lokomotive im Raw Stendal rekonstruiert und in 52 8039 umgezeichnet. Ab 1970 trug sie die EDV-gerechte Nummer  52 8039-1.

Stationierungsübersicht: Falkenberg (11.01.62 – 29.11.68), Altenburg (30.11.68 – 20.09.78), Falkenberg (21.09.78 – 26.09.79), Halle P (27.09.79 – 24.01.84), Falkenberg (25.01.84 – 24.02.86), Halle G (25.02.86 – 18.03.86), Falkenberg (19.03.86 – 07.12.88) und Engelsdorf (08.12.88 – 24.12.91)

In Engelsdorf erfolgte die Z-Stellung am 25.12.1991. Am 31.12.1991 erfolgte der Verkauf an die IGE Werrabahn Eisenach. Am 25.10.1997 lief die letzte Kesselfrist der Lok ab. Zum Abschluß des 12. Heizhausfestes des Sächsischen Eisenbahnmuseums (SEM) in Chemnitz-Hilbertsdorf (26.08.2002) wurde die Lok in einen Rangierunfall verwickelt. Tenderaufbau und -fahrwerk sowie Kupplung Lok-Tender wurden beschädigt und das hinteres Rahmendeckblech der Lok deformiert.

Am 06.11.2004 wurde sie ins Ostertahl überführt und gelangte in Privatbesitz. Die durch den Rangierunfall entstandenen Schäden wurden teilweise beseitigt. Heute ist die Lokomotive im Eigentum eines unserer Vereinsmitglieder und wurde am 03.07.2016 von Schwarzerden abgehohlt, um sie vorerst vandalismussicher abzustellen.

Mit 52 8147-2 verfügt unser Verein bereits eine baugleiche Lok. Ziel ist natürlich, mindestens eine der beiden Lokomotiven im Rahmen des Projektes Nationalparkbahn einsetzen zu können. Dass nun alles doppelt vorhanden ist, vereinfacht eine mögliche Aufarbeitung.

(Allgemeine Infos zur Baureihe 52.80 z.B. auf wikipedia.de)

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Köf 323 126-3

Köf 323 126-3

Das erste betriebsfähige Fahrzeug unseres Vereins: Köf 323 126-3.

Die Köf II des Herstellers Klöckner-Humboldt-Deutz wurde 1959 als Köf 6413 bei der Deutschen Bundesbahn in Dienst gestellt. Sie verfügt über einen Deuz-Motor mit 128 Ps. Am 01.01.1968 wurde die Lok in 323 126-3 umgezeichnet. Sie war in folgenden Bahnbetriebswerken beheimatet: Bw Dieringhausen (16.11.1959-05.06.1977), Bw Gremberg (06.06.1977 – 30.09.1980), Bw Karlsruhe (ab 01.10.1980).

In Karlsruhe erfolgte z-Stellung (08.09.1990) und Ausmusterung (31.10.1990).

Am 28.02.1991 wurde die Lok an die an Oiltanking GmbH & Co. in Karlsruhe abgegeben und dort als Lok 450 geführt.

Wir konnten die Lok am 07.10.2015 am Standort Wiesbaden Ost erwerben. Sie ist das erste betriebsfähige Fahrzeug, das dem Verein zur Verfügung steht. Anfang November 2015 wurde sie ins Saarland überführt. Hier wird sie von unserem Partner BSS Bahnservice Saarland GmbH als Ersatzlok vorgehalten, solange sie im Hunsrück noch keine Aufgaben übernehmen kann.

(Allgemeine Infos zur Baureihe Köf II z.B. auf wikipedia.de)

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Klv 53 0132

Klv 53 0132

Klv 53 0132 am 27.03.2014 in Morbach.

Der Schwerkleinwagen Klv 53 ist ein Nebenfahrzeug für Gleisbau- und Unterhaltungsarbeiten. Er wurde von der Deutschen Bundesbahn ab 1963 in insgesamt 824 Exemplaren beschafft, was ihn zum meistgebauten Dienstfahrzeug einer deutschen Staatsbahn macht (Mehr Infos zur Baureihe z.B. auf wikipedia.de).

Unser Klv 53 wurde 1969 an die Deutsche Bundesbahn ausgeliefert und 1994 von der DB AG übernommen. 2007 ging er an die Deutsche Museums-Eisenbahn GmbH, Darmstadt-Kranichstein. Heute steht der Klv in Morbach und ist eine Dauerleigabe der Deutschen Museums-Eisenbahn GmbH an unseren Verein. Zum Leihvertrag gehört auch ein als Kla bezeichneter, passender Anhänger. Die Fahrzeuge sollen aufgearbeitet und im Rahmen des Projektes Nationalparkbahn zur Streckeninstandsetzung eingesetzt werden.

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B3y – ex Bauzugwagen

Ein Teil der Aktiven vor dem neuen Vereinsheim in Morbach.

Ein Teil der Aktiven vor dem neuen Vereinsheim in Morbach.

Das erste richtige Eisenbahnfahrzeug unseres Vereins war ein B3y- Bauzugwagen, der im Jannuar 2014 übernommen werden konnte. Mittlerweile wurde der Wagen als Vereinsheim hergerichtrtet.

Soweit erkennbar, müsste der Wagen mit 61707-0 bezeichnet sein. Laut alten Anschriften war er bisher in folgenden Bahnhöfen beheimatet: Potsdam, Schwerin, Homburg/Saar, Saarbrücken, Augsburg, Hanau Nord. Außerdem findet sich die Beschriftung KRAN/6739, er war also zeitweise einem Kran zugeteilt. Seine letzte Station bei der DB war Trier, wo er in einem Bauzug lief.

Um 1999 wurde er von der Hochwaldbahn übernommen und diente zwischenzeitlich als Aufenthaltsraum für das Personal der BW Zittau GmbH.

Nach der Insolvenz der GmbH verschlug es den Waggon in den Bahnhof Hermeskeil, wo er längere Zeit abgestellt war. Mit Sperrung der Strecke Hermeskeil – Türkismühle wurde der Waggon im letzten Zug, der nur per Ausnahmegenehmigung fahren durfte, aus Hermeskeil evakuiert und stand kurze Zeit in Stromberg. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir das Fahrzeug kurzfristig übernehmen und nach Morbach transportieren lassen.

 

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Bauzugwagen

Bauzugwagen in Morbach.

Bauzugwagen in Morbach.

Zur Erweiterung unseres Vereinsstützpunktes in Morbach konnte im Jahr 2014 ein weiterer Bauzugwagen erworben werden. Am 24.06.2014 wurde der Wagen per Tieflader nach Morbach transportiert. Zuvor war der Wagen Eigentum der DB und stand zuletzt in Karlsruhe.

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Rottenbude

Rottenbude

Die Rottenbude am 24.10.2015 noch an ihrem ursprünglichen Standort kurz vor dem Hoxeler Tunnel.

Ende der Fünfziger Jahre entstanden diese in Leichtbauweise konstruierten fahrbaren Rottenunterkünfte. Sie sollten der auf der Strecke arbeitenden Gleisrotte als Witterungsschutz, Aufenthalts- und Pausenraum dienen. Natürlich durften diese Rottenunterkünfte nicht viel kosten, außerdem sollten sie schienenfahrbar und im Gleis ein- und aussetzbar sein.

Nach kurzer Entwicklungs- und Bauzeit etablierten sich mitter der Sechziger Jahre zwei Bauarten. Für das Gleislager Wabern entstanden Buden mit sichtbaren senkrechten Streben, für das Gleislager Regensburg entstanden Buden ohne Streben.

Als Kleinwagen eingestuft fielen sie unter die Kleinwagenvorschrift DV 431 und waren für Geschwindigkeiten von 10 bis 30 km/h zugelassen. Das zweiachsige Fahrwerk war ungebremst. Durch eine abnehmbaren Deichsel wurden die Buden am Zugfahrzeug befestigt.

Mittels seitlich angebrachten Ablaufrollen und Hilfsschienen konnten die Buden relativ einfach neben das Gleis gestelt werden. Hierzu verfügten die Rottenbuden über eine handbedienbare Hebeeinrichtung ähnlich dem Klv 11 bzw. 12. Auch besaßen die Rottenbuden Anschlagpunkte für eine Kranverladung.

Zwei Klappfenster mit verschließbaren Fensterläden, eine Eingangstür, einfache Sitzbänke und Tische sowie ein Ofen bildete die spartanische Ausstattung. Die Rottenbuden wurden von der Bundesbahn bis ca 1980 eingesetzt.

Unser Exemplar stand über Jahrzehnte am Ostportal des Hoxeler Tunnels. Es gibt alte Bilder, auf denen auch an anderen Stellen im Hunsrück eine Rottenbude zu sehen ist. Warscheinlich handelt es sich um dieses Fahrzeug. Bei der Bergung am 24.10.2015 war das Fahrzeug bis auf Räder und Ofen weitgehend komplett.

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Abteilwagen

Ein derzeit in Schwarzerden hinterstellter Abteilwagen steht uns per Leihvertrag zur Verfügung.

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Falls Sie im Besitz von mehr Infos zu oder alten Bildern von unseren Fahrzeuge sein sollten, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme freuen!